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Methoden der Gesundheitsförderung
 

Benchmarking

Benchmarking ist ein Management- und Steuerungsinstrument zur Verbesserung der Unternehmenspraxis. Es dient der Prozessoptimierung und Kostenreduzierung. Benchmarking gewinnt seinen besonderen Wert durch den Vergleich der eigenen Praxis mit der besten Praxis. Es bezeichnet den Prozess zielorientierter, systematischer Vergleiche von Produkten und Dienstleistungen, Organisationsstrukturen und Abläufen zwischen Unternehmen beziehungsweise Organisationen. Ein wesentliches Element des Benchmarkings liegt in dem Finden und Anwenden von Qualitäts- und Bewertungskriterien. Benchmarking kann einen Mehrwert schaffen, weil es dem Erfahrungsaustausch im Rahmen des Aufbaus von Kooperationsstrukturen einen formalisierten und strukturierten Rahmen gibt.

Im Hochschulkontext wird Benchmarking als dialogorientiertes Verfahren angewendet, das in vergleichender Weise die aktuellen Aktivitäten, Ressourcen und Leistungserbringungen der einzelnen Hochschulen ermitteln soll. Benchmarking dient dazu, die Entwicklung eines neuen und innovativen Kriterienkataloges für die Gesundheitsförderung an Hochschulen zu unterstützen. Darauf aufbauend könnte zum Beispiel das Gütesiegel „Gesundheitsfördernde Hochschule“ erarbeitet werden. Mit der Unterstützung der TK wurde die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) im Jahr 2012 beauftragt, sechs Hochschulen in einem Benchmarking- Verfahren zu begleiten. Im Ergebnis ist ein Reflektions- und Entwicklungsinstrument entstanden, das Hochschulen als Orientierung auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Hochschule dienen kann.

Bewertung für die gesundheitsfördernde Hochschule | Benchmarking ist ein Instrument der Selbststeuerung für eine autonome, eigenverantwortliche Organisation und kann Hochschulen empfohlen werden. Ein Hauptgewinn der beteiligten Hochschulen liegt unter anderem in der kritischen Selbstreflexion der eigenen Aktivitäten gekoppelt mit dem Erkennen praktizierbarer Verbesserungsmöglichkeiten. Hochschulinterne Kommunikationsstrukturen zwischen den unterschiedlichen Akteuren werden verstärkt, wodurch die Akzeptanz untereinander steigt und Synergieeffekte auftreten können. Kooperierende Hochschulen haben beim Benchmarking den besonderen Vorteil, voneinander zu lernen und ihre jeweils eigenen strategischen Konsequenzen zu ziehen. Hochschulen in Deutschland sammeln erste positive Erfahrungen mit Benchmarking. Es gibt einen beachtlichen Zeit- und Kostenaufwand, aber auch Anforderungen an die Akteure, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen.


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