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Methoden der Gesundheitsförderung
 

Gesundheitswerkstatt der Techniker Krankenkasse

Die Gesundheitswerkstatt der Techniker Krankenkasse (TK) ist im Kern ein Gruppendiskussionsverfahren. Sie integriert im ersten Schritt inhaltlich die klassische Arbeitssituationsanalyse. In einem weiteren Schritt können die Beschäftigten erste Veränderungswünsche und Verbesserungsvorschläge einbringen. Elemente der Zukunftswerkstatt, der systemischen Organisationsberatung und der Arbeitssituationsanalyse sind im Konzept der TK-Gesundheitswerkstatt miteinander verknüpft. Die TK-Gesundheitswerkstatt folgt dem Ansatz der Salutogenese nach Aaron Antonovsky.

Abb. 3: Phasen der TK-Gesundheitswerkstatt (Dann und Steinke 2006, S. 84)

Die Ergebnisse werden nach der TKGesundheitswerkstatt in einer moderierten Arbeitssitzung den Führungsverantwortlichen vorgestellt. Anschließend wird diskutiert, wie die Wünsche und Vorschläge umgesetzt werden können und welche Schritte zuerst eingeleitet werden. Je nach Komplexität können für die Umsetzung mehrere Arbeitsbeziehungsweise Projektgruppen eingerichtet werden. Die Sitzung schließt mit einer verbindlichen Festlegung von Verantwortlichen, Tätigkeiten und Zeitvorgaben ab. Nach etwa einem halben Jahr soll ein Auswertungsworkshop zur Überprüfung beziehungsweise Absicherung der Umsetzung der Maßnahmen dienen.

Bewertung für die gesundheitsfördernde Hochschule | Die TKGesundheitswerkstatt kann als gut geeignetes Analyseverfahren für die gesundheitsfördernde Hochschule bewertet werden. Sie kann flexibel in unterschiedlichen Projektphasen und verschiedenen Abteilungen/Bereichen der Hochschule eingesetzt werden. Betroffene sind bei der TK-Gesundheitswerkstatt direkt einbezogen. Die gemeinsame Arbeit an Verbesserungsvorschlägen steigert den Austausch untereinander und erhöht die Akzeptanz für Veränderungen am Arbeitsplatz. Durch die integrierte Phantasiereise gelingt es, kreativ Lösungsvorschläge zu diskutieren und in einem anschließenden Schritt zu praxistauglichen Lösungen weiterzuentwickeln. Die Sitzung schließt mit einer verbindlichen Festlegung von Verantwortlichen, Tätigkeiten und Zeitvorgaben ab. Durch einen Feedback-Workshop nach sechs Monaten werden Ergebnisse gesichert und wird die Kontinuität gefördert.

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