Sie befinden sich gerade hier: Basiswissen Gesundheitsförderung - Methoden der Gesundheitsförderung - Gütesiegel

zurück

Methoden der Gesundheitsförderung
 

Gütesiegel

Ein Gütesiegel, Gütezeichen oder Qualitätssiegel soll das „Produkt“ Hochschule für die Gewährleistung bestimmter Rahmenbedingungen verlässlich auszeichnen. In dem damit einhergehenden Wettbewerb der Hochschulen untereinander sind zahlreiche Aktivitäten erfolgt. Diese zielten darauf ab, ein charakteristisches Profil auszubilden, um in Zukunft auch vermehrt Studierende beziehungsweise Personal an die Hochschule zu binden. An dieser Stelle sei auf die gesetzlichen Vorschriften und Qualitätsstandards im Arbeits- (zum Beispiel Deutsches Institut für Normung – DIN) und Umweltschutz (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) verwiesen.

Im Rahmen der Studiengangsentwicklung und der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem wurde mit dem Akkreditierungsverfahren im letzten Jahrzehnt ein umstrittenes Zertifizierungssystem für alle mittlerweile rund 15.000 Studiengänge eingeführt. Des Weiteren gibt es durch gesellschaftspolitische Anstöße Bestrebungen, Hochschulen zum Beispiel familienfördernd, nachhaltig und mit weiteren Leitbildern aus den Themenbereichen Soziales, Ökonomie und Ökologie zu etikettieren. Inwieweit der Prozess zur Verleihung eines Gütesiegels tatsächlich etwas in der Organisation Hochschule bewirken kann, ist bisher nicht geklärt und weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Bewertung für die gesundheitsfördernde Hochschule | Die Diskussion um ein Gütesiegel „gesunde“ oder „gesundheitsfördernde“ Hochschule wird im Rahmen des Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen (AGH) in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Hochschul- Informations-System GmbH (HIS) bereits seit längerem geführt. Bei Einführung eines Gütesiegels wird eine neutrale, institutionelle Schnittstelle benötigt, die die Abwicklung des Verfahrens gewährleistet. Der Arbeitskreis hat im Vergleich mit anderen settingorientierten Netzwerken, wie dem Gesundheitsfördernden Krankenhaus oder dem Gesunde-Städte-Netzwerk, keine zu erfüllenden Aufnahmebedingungen beziehungsweise Mitgliedsbeiträge. Das Gütekriterium des AGH ist das gemeinsame, möglichst anzustrebende Leitbild der Hochschulen der Netzwerkmitglieder.

nach oben