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Methoden der Gesundheitsförderung
 

Wettbewerb

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Wettbewerbe im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung ausgeschrieben und durchgeführt. Der „Wettbewerb guter Praxis: Gesunde Hochschulen“ wurde vom AGH in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der TK durchgeführt. Er sollte die Qualitätsdiskussion in die Hochschulen tragen sowie die Auseinandersetzung mit ganzheitlichen Aktivitäten auf dem Weg zu einer gesunden Hochschule fördern. Alle deutschen Hochschulen waren eingeladen am Wettbewerb teilzunehmen. Es wurden aktivierende Maßnahmen, Projekte und Organisationsentwicklungsprozesse ausgezeichnet, die vorbildhaft zur Entwicklung einer gesundheitsfördernden Hochschule beitragen können. Der Bewerbungszeitraum war vom November 2010 bis zum Februar 2011.

Eine institutionsübergreifende Expertinnen- beziehungsweise Experten-Jury entschied über die Preiswürdigkeit der eingereichten Projektdarstellungen. Die Auswahl der Jury fokussierte auf die Ergebnisorientierung, die Ganzheitlichkeit des Ansatzes, die Unterstützung in der Hochschule, die Innovation, die Nachhaltigkeit und die Übertragbarkeit sowie den Stand der Realisierung der eingereichten Projekte. Die zehn Gütekriterien des AGH bilden die Grundlage für die Entwicklung einer gesunden Hochschule und gaben somit den inhaltlichen Rahmen für eine erfolgversprechende Bewerbung vor. Im Juni 2011 wurden die eingereichten Aktivitäten in Magdeburg auf der Tagung „Der Vielfalt Ausdruck verleihen“ einem größeren Publikum vorgestellt. Es wurden von 19 Bewerbungen aus 16 Hochschulen in Deutschland insgesamt neun Wettbewerbsbeiträge in den drei Kategorien Maßnahmen, Projekte und Organisationsentwicklungsprozesse prämiert. Zusätzlich wurde vom Tagungspublikum das beste Poster gewählt.

Bewertung für die gesundheitsfördernde Hochschule | Ein Wettbewerb ist ein geeignetes Instrument, um im Rahmen der Entwicklung einer gesunden Hochschule Potenziale freizusetzen sowie zusätzliches Engagement wertzuschätzen und Öffentlichkeit zu schaffen. Darüber hinaus wird die Auseinandersetzung mit dem Thema gefördert. Im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung gibt es zahlreiche Wettbewerbe, die für verschiedene Zielgruppen, Themen beziehungsweise Organisationen auch regelmäßig ausgeschrieben werden. Im hochschulspezifischen Kontext ist das Instrument des Wettbewerbs, um die zahlreichen bildungspolitischen Ziele durchzusetzen, mittlerweile umstritten. Dies ist maßgeblich auf die sehr ungleichen Voraussetzungen der 421 Hochschulen zurückzuführen, die keinen fairen Wettbewerb ermöglichen.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dieses Instrument auf die einzelne Hochschule, auf die Hochschulen eines Bundeslandes oder sogar bundesweit anzuwenden. Darüber hinaus – um vergleichbare Voraussetzungen zu schaffen – sind auch Kategorisierungen nach Hochschularten (zum Beispiel nur Fachhochschulen) beziehungsweise Fächerausrichtungen (zum Beispiel nur Technische Universitäten) denkbar. Weitere Erfolgsfaktoren im Wettbewerbsablauf sind ein klar definiertes Wettbewerbsziel und hohe Transparenz bei der Durchführung. Das Vorhaben erfordert einen hohen zeitlichen und organisatorischen Aufwand mit einer Laufzeit von etwa 18 Monaten. Es wurden auch dahingehend Bedenken gegen den Wettbewerb geäußert, dass Hochschulen ohne Prämierung als Verlierer dastehen könnten. Dem ist nachdrücklich entgegenzuwirken.

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