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Gesundheitsförderung an Hochschulen

 

Warum Gesundheitsförderung an Hochschulen?

Als wichtigste bildungspolitische Institution übernehmen Hochschulen die Ausbildung zukünftiger Führungskräfte und Entscheidungsträgerinnen beziehungsweise Entscheidungsträger. Seit 1997 sind gesundheitsfördernde Hochschulen Bestandteil des „Gesunde- Städte-Projektes“ der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO).

Die WHO hat erkannt, dass das Setting Hochschule vielfältige Möglichkeiten bietet, um die gesundheitlichen Belange der Statusgruppen zu gestalten und auf diese einzuwirken.

Hochschulen geraten, wie Kindertageseinrichtungen beziehungsweise Schulen, als Bildungsinstitutionen zunehmend in den Fokus der settingorientierten Gesundheitsförderung. Hochschulen haben das Potenzial, ein gesundheitsbezogenes Bewusstsein herauszubilden, was von den Absolventinnen und Absolventen in andere Gesellschaftsbereiche hineingetragen werden kann. Für Wissenschaft und Praxis ist das Führungsverhalten der Schlüsselfaktor auf dem Weg zu einem erfolgreichen betrieblichen Gesundheitsmanagement – unabhängig von der jeweiligen Organisationsform. Des Weiteren erfüllen die Hochschulen mit der Ausbildung von Multiplikatorinnen beziehungsweise Multiplikatoren für die Gesundheitsförderung eine bedeutende gesellschaftliche Aufgabe.

Hochschulen, die Gesundheitsförderung auf allen Ebenen als Querschnittsaufgabe implementieren, sichern sich im zunehmenden Wettbewerb einen Standortvorteil. Konzeptionell sind daran in den letzten Jahren besonders diejenigen Hochschulen interessiert, die sozial-, pflegeund gesundheitsbezogene Studiengänge anbieten. Dies sind traditionell die Fachhochschulen und neuerdings auch die Pädagogischen Hochschulen. Durch das veränderte Kompetenzprofil der Bachelorabschlüsse ist den Studierenden in dem Prozess auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Hochschule in den letzten Jahren eine immer wichtigere Rolle zugewachsen. Dies kann im Rahmen des anwendungsbezogenen Projektstudiums ebenso erfolgen wie durch die Bearbeitung wissenschaftlich begründeter Fragestellungen zur gesunden Hochschule durch die Bachelor- beziehungsweise Masterarbeiten. Im letzten Jahrzehnt prägten in diesem Feld vor allem Promotionen den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt (vgl. weiterführende Literatur zur gesundheitsfördernden Hochschule). Insofern kommt den Universitäten hier auch ein besonderer Stellenwert für die Entwicklung gesundheitsfördernder Hochschulen zu. Dies ist im Vergleich zu den Fachhochschulen vor dem Hintergrund besonderer Ressourcen der gesundheits- und sportwissenschaftlichen sowie psychologischen Institute beziehungsweise Fakultäten zu sehen, die in den letzten Jahren wichtige Befunde zur gesundheitlichen Situation der Statusgruppen an Hochschulen vorgelegt haben.

 

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