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Gesundheitsförderung an Hochschulen
 

Unterscheidung zwischen Gesundheitsförderung in
'Hochschulen und gesundheitsfördernden Hochschulen

Ausgehend von der Differenzierung zwischen „Gesundheitsförderung in einem Setting“ und „einem gesundheitsfördernden Setting“ kann in der Theorie auch zwischen „Gesundheitsförderung in Hochschulen“ und einer „gesundheitsfördernden Hochschule“ unterschieden werden. In der Praxis der Hochschulen ist diese Polarität weniger eindeutig und durch starke Wechselwirkungen eng miteinander verzahnt. Im Rahmen des „Wettbewerbs guter Praxis: Gesunde Hochschulen“ konnte gezeigt werden, dass die Entwicklungsschritte zur gesunden Hochschule in drei aufeinander folgende Kategorien, das heißt Maßnahmen, Projekte und Organisationsentwicklungsprozesse, einzuordnen sind.

„Gesundheitsförderung in der Hochschule“ bezieht sich auf Einzelaktivitäten und Aktionen der Gesundheitsförderung, wie Gesundheitstage beziehungsweise Bewegungsangebote. Demgegenüber schließt der Ansatz der „gesundheitsfördernden Hochschule“ explizit die gesamte Organisation und alle Mitglieder einer Hochschule in den Prozess mit ein. Hierbei werden Maßnahmen im Sinne der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie der Gestaltung von Studienbedingungen umgesetzt.

Die betriebliche Gesundheitsförderung beziehungsweise das betriebliche Gesundheitsmanagement können als Teilkomponenten der gesundheitsfördernden Hochschule betrachtet werden, die sich auf die Aspekte der Hochschule als Unternehmen beziehen und vor allem die Beschäftigten in den Mittelpunkt der Maßnahmen zur Gesundheitsförderung stellen. Zurzeit gibt es noch keine Erfahrungen, wie die Studierenden als größte Zielgruppe im Setting Hochschule in das betriebliche Gesundheitsmanagement einzugliedern sind. Darüber hinaus bedürfte es zusätzlicher Anpassungsstrategien, wie auch kleine Hochschulen mit wenigen hundert Studierenden einzubinden sind. Aktivitäten einer gesundheitsfördernden Hochschule beabsichtigen, die personalen Voraussetzungen und die Lern-, Lehr- und Arbeitsumgebung zu verändern und zu verbessern. Eine gesundheitsfördernde Hochschule vermittelt nicht nur gesundheitsbezogenes Wissen beziehungsweise stellt einzelne verhaltenspräventive Angebote bereit, sondern geht über diese Maßnahmen hinaus. Zentrales Anliegen ist vielmehr, das Thema Gesundheit in alle politischen, bildungsbezogenen und administrativen Entscheidungen zu integrieren.


 

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