Sie befinden sich gerade hier: Gesundheitsförderung an Hochschulen national - Gesundheitsförderung an Hochschulen - Strategische Partner auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Hochschule

zurück

 

Gesundheitsförderung an Hochschulen
 

Strategische Partner auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Hochschule

Die Akteure einer gesundheitsfördernden Hochschule sind so vielfältig, wie deren Verortung innerhalb der Hochschulstrukturen es ist. Aktivitäten können sowohl aus der Verwaltung heraus entstehen als auch aus den wissenschaftlichen Instituten beziehungsweise Fachbereichen. Gesundheit ist ein Querschnittsthema, so dass die Initiativen aus den verschiedensten Institutionen beziehungsweise Zuständigkeiten einer Hochschule erfolgen können. In den letzten Jahren haben die gesundheits- und sportwissenschaftlichen sowie psychologischen Institute beziehungsweise Fakultäten maßgebliche Impulse setzen können. In Bezug auf die Verwaltung und deren Personal hat sich in den letzten Jahren zumindest an den großen Universitäten neben dem Arbeitsschutz und dem betriebsärztlichen Dienst ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert.

Am Beispiel der Zusammensetzung eines Hochschularbeitskreises Gesundheitsförderung wird dies exemplarisch aufgezeigt (vgl. Tab. 1). Die kontinuierliche Mitarbeit der internen und externen Kooperations- beziehungsweise Netzwerkpartner ist abhängig von der jeweiligen Interessenlage, der beruflichen Prägung und den zeitlichen sowie finanziellen Ressourcen.

Tab. 1: Zusammensetzung beziehungsweise potenzielle Schnittstellen eines Hochschularbeitskreises Gesundheitsförderung mit internen und externen Mitgliedern (ergänzt nach Stößel 2006 und nach Weissinger 1996)

Die externen Partner der Gesundheitsförderung an Hochschulen sind in der Regel auf Bundes- und/oder Landesebene organisiert. Zu ihnen gehören beispielsweise die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), das Deutsche Studentenwerk (DSW), der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Kanzlerinnen und Kanzler beziehungsweise Personalräte der Fachhochschulen beziehungsweise Universitäten, der Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW), der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) und die Gewerkschaften. Des Weiteren sind als Projektförderer beziehungsweise -träger die gesetzlichen Krankenkassen, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und die Hochschul- Informations-System GmbH (HIS) zu nennen. Auf Landesebene sind die externen Partner die Landesunfallkassen, die Landesvereinigungen für Gesundheit und die Landesministerien für Kultur beziehungsweise Wissenschaft sowie Gesundheit und Soziales.

In Ergänzung zu den strategischen (internen und externen) Partnern nehmen Netzwerke an Hochschulen eine Sonderrolle ein. Kennzeichnend für die Netzwerke sind das Themenspektrum um Gesundheit, Soziales und Umwelt sowie der Versuch eines zumeist bundesweiten Informationsverbundes und -austauschs. Hochschulbezogene Netzwerke sind zum Beispiel der Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen, Familie in der Hochschule, das HochschulNetzwerk BetriebSuchtGesundheit sowie ein Netzwerk auf Grundlage der COPERNICUS-Charta der europäischen Rektorenkonferenz zur nachhaltigen Entwicklung aus dem Jahr 1994.


 

nach oben